Der Grund der Hoffnung

In der Bibel wird die menschliche Existenz in Bilder gefasst und besungen auf Grund einer Hoffnung. Erinnere dich an die Geschichte von der Erschaffung des Menschen: Zur Zeit, als Gott Erde und Himmel machte, formte er den Menschen aus dem Staub der Erde und Lebensatem blies er in seine Nase. Er pflanzte einen Garten, setzte den Menschen da hinein und sprach: es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Dann schuf er 'den anderen' und dann wurden, was nun noch ist und immer wieder werden muss: Menschen einander zu Nächsten, zu Antwort und Augen, zu Brunnen von Leidenschaft und Frieden.

So lautet die Geschichte von unserem Ursprung und unserer Bestimmung. Aber wie nun weiter? Der Garten ist schon bald zur Wüste geworden und bei diesem prächtigen, überraschenden Anfang ist es nicht geblieben. Menschen, zu zweit oder zu zehnmal Zehntausenden, immer noch einander Nächste? Ineinander verschlungen, verwirrt, aneinander gekettet, ineinander begraben, du begegnest allen möglichen Formen von nicht geglücktem Menschsein. Du siehst diese Welt – kann das eigentlich gut gehen? Die biblische Geschichte bezeugt, dass es möglich ist.
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Huub Oosterhuis

Huub Oosterhuis